DKP Greifswald

Deutsche Kommunistische Partei Greifswald

Was ist schlimm am Betreuungsgeld?

23.04.12 (#### Schule des Linksseins ####, A### Anfänger ###, A_ Was ist schlimm an ..., TaP ### Tagespolitik ###, TaP kurze Bemerkungen, TaP Ressentiment)

Wörter: 480; Linkslevel: Anfänger
Strategie

Moderner Weise wird die aus CDU, CSU, und FDP bestehende Bundesregierung gezwungen Eltern, die ihre Kinder in eine Kindertagesstätte geben wollen, um ihrem Beruf nachgehen zu können, ein Teil der Kosten übernommen. Die Feinde dieser Maßnahme zur Unterstützung der Gleichberechtigung der Frauen haben sich etwas raffiniertes einfallen lassen: sie stellen sich dumm und verlangen „aus Gerechtigkeitsgründen“ ein „Betreuungsgeld“, für alle die jenigen Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen wollen. Mit dieser inszenierte Verwirrung könnte man die Förderung der KiTas in der Abstimmung zu Fall bringen. Zunächst war nur die CSU als Testballon für das „Betreuungsgeld“. Die CDU als Schwesterpartei tut so, als wenn sie aus Opportunismus zustimmen würde und nun eine Woche später behauptet die FDP aus Koalitionsdisziplin zustimmen zu müssen.

 

Worum geht es?

In der BRD werden Frauen bis heute auf vielfältige Weise diskriminiert. Dabei vertreten nur wenige Parteien (NPD) offen, daß sie die Frauen von der versicherungspflichtigen Arbeit zurück an den Herd schicken wollen. Frauenfeindlichkeit ist jedoch nach wie vor weit verbreitet. Linke wissen, daß die ökonomische Selbständigkeit der Frau fundamental für ihre Gleichberechtigung ist. Auch die SPD kann sich dem nicht mehr verschließen. Einzig die Konservativen stänkern, wissen sie doch, daß sich mit einer echten Gleichberechtigung der Frau das Problem der Arbeitslosigkeit verschärfen wird. Dabei verlangt die Industrie und insbesondere die HiTech-Wirtschaft mehr gebildete Arbeitskräfte und von daher eine zunehmende Gleichberechtigung der Frau. Obschon Volkswirtschaftliches Interesse für eine Gleichberechtignung spricht, liegt sie nicht im betriebswirtschaftlichen Interesse. Die Beendigung der Diskriminierung kostet ein bisschen Geld.
Daher können sich die meisten Unternehmen nicht dazu durchringen, sich vom Staat zwingen zu lassen, die Frauen gleichzubehandeln.
 
Das Betreuungsgeld selbst ist eine verkappte Herdprämie. Es besagt, daß Frauen, die sich von der Ausübung eines Berufes fernhalten, eine Belohnung verdient haben. Das Betreuungsgeld ist daher frauenfeindlich, alleinerziehendenfeindlich und eine Maßnahme zur Regulierung der Anzahl der Frauen auf dem Arbeitsmarkt. Denn solange Frauen in bestimmten Berufen in der Unterzahl sind, haben sie dort auch nichts zu sagen. Würden Frauen massiv berufstätig werden, würde die Arbeitslosigkeit drastisch steigen. Union und FDP sind daher in Wahrheit gegen eine massenhafte Gleichberechtigung.

 

Taktik

Wie immer, wenn die Union etwas fortschrittliches verhindern will, tut sie das nicht direkt. Die FDP, die derzeit völlig überproportional im Bundestag vertreten ist, wird dieser Akt ostentativer Blödheit ein ganzes der letzten zwei Prozente kosten. Wenn immer die FDP noch einmal das Wort Bürgerrechte in den Mund nimmt, hier hat sie bewiesen, daß sie sich gern und ohne Zwang auf die Seite der Frauenfeinde stellt.

 

Offizielle Diskussion

Öffentlich diskutiert man allen ernstes, die demagogische Frage, ob Eltern, die ihre Kinder „zu Hause erziehen“, etwa benachteiligt wären, weil die anderen Unterstützung für die teuren KiTas bekommen. Daß die KiTaaufenthalte für die Kinder insbesondere bildungsferner Haushalte äußerst wertvoll sind und daher gefördert werden müssen, fällt geflissentlich unter den Tisch. Eines haben CDU/CSU und FDP nämlich gemeinsam – den Sozialchauvinismus.
[Evariste]

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Was ist schlimm an Günter Grass?

12.04.12 (#### Schule des Linksseins ####, A### Anfänger ###, A_ Was ist schlimm an ..., TaP ### Tagespolitik ###, TaP Kontrovers, TaP Wahrheit, ThK ### Thematische Kategorien ###, ThK Krieg und Frieden, | S ### Serien ###, | S St ## Serie Staaten ##, | S St Iran, | S St Israel)

Wörter: 810; Linkslevel: Anfänger
Derzeit ist das Gedicht »Was gesagt werden muß« von Günter Grass in aller Munde. Wir wollen der gerade in Linken Medien ausreichenden Diskussion darüber nur der Vollständigkeit halber hinzufügen, daß Günter Grass in der Sache natürlich Recht hat und sich für den Frieden sehr verdient gemacht hat. Bevor aber Günter Grass, der von konservativen Medien – also den Mainstream-Medien angegriffen wird, bei allen kleinen Leuten aber Zustimmung erntet, in den Himmel gehoben wird, soll hier daran erinnert werden, was alles schlimm an Günter Grass ist.

 

Engagement für die SPD

Die heute weit rechts stehende SPD (, die sich immer noch Sozialdemokratische Partei Deutschlands nennt, (Siehe Serie zur falschen Sozialdemokratie!)) greift Günter Grass wegen seines angeblichen Antisemitismus an, weil er es gewagt hat, die Wahrheit über die Lügen, die zum Iran-Krieg führen sollen, per Gedicht zu verbreiten. Für diese schreckliche konservative Partei hat Günter Grass in der Vergangenheit sehr viel getan. Das lasten wir ihm an.

 

Kriegsbefürwortung

Möglicher Weise aus Loyalität zu dieser schrecklichen Partei, hat Günter Grass auch Die Bombardierung Jugoslawiens im Kosovo-Krieg und die Bombardierung des Irak jeweils von deutschem Territorium aus, gutgeheißen. Den Afghanistan-Krieg hat Grass nicht kritisiert. Das ist unentschuldbar! Die Bombardierung Jugoslawiens war gleichzeitig der erste Angriffskrieg seit 1945, der von deutschem Boden ausgehend (Bomber starteten von hier) die letzten Reste von Unschuld aus der erwähnten SPD tilgte.

 

Agenda 2010

Die Agenda 2010 hat Günter Grass auch hingenommen. Die Rentenreform, Die Gesundheitsreformen, die Hartz-Gesetze und den Neoliberalismus der SPD hat Grass hingenommen, gegen die Rente mit 67 nicht protestiert. Günter Grass hat lange auf der Seite der Ausbeuter und Unterdrücker gestanden – und steht wohl jetzt noch dort.

 

Ausländerfeindlichkeit

Die Abschaffung des Asylrechts und die Schaffung eines rassistischen Ausländerrechts (90er Jahre) und das Frontex-Abkommen wurde nicht kritisiert.

 

Gleichgeschaltete Presse nur „in Bezug auf Israel“ festgestellt

Neuerdings stellt Günter Grass jedoch fest, daß die Medien lügen, gar gleichgeschaltet sind. Allerdings stellt er das nur in Bezug auf de Israel-Berichterstattung fest. Von Libyen und Syrien oder gar der allgemeinen Rechtslastigkeit der Medien ist hier keine Rede.
 
Der Autor, der nun sogar mit Hitler verglichen wird (von B. Klarsfeld, »Was ist schlimm an Beate Klarsfeld?«) ist dabei dem System näher, als er glaubt. Alle Linken sind auf der Seite von Grass und werden nicht angegriffen. Dafür gibt es einfache Gründe. Man kann die moralisch überlegenen Linken nicht angreifen. Man kann nur auf sie hetzen und Abtrünnige angreifen.

Die Feststellungen von Günter Grass sind daher einfach und analytisch natürlich dilettantisch – daß er hier Recht hat, – ein Ausnahmefall. Günter Grass war immer ein Konservativer. 1967 ließ er die Wohnung seines Nachbarn durch die Polizei von der Kommune I räumen.

 

Was ist die Wirkung des Gedichtes? – Was ist gut an Günter Grass?

Günter Grass hat mit diesem Gedicht zunächst den seit Jahrzehnten geplanten Iran-Krieg verhindert. Dazu ist zu erklären, daß Günter Grass in bezug auf den Iran fast unwissentlich auf die Linie aller Linken (Linkspartei und weiter Links) eingeschwenkt ist, wo man aufgrund symmetrischer Überlegungen weiß, wer der wirkliche Aggressor im nahen Osten ist. Ist Grass darum einer so wütenden Hetze ausgesetzt? – Ganz klar: Nein!
Günter Grass hat einer sich seit Jahrzehnten ohne jeglichen Grund zuspitzende Propaganda gegen den Iran die Spitze genommen. Er hat die Offizielle Version vom bedrohten unschuldigen Israel und dem teuflischen Iran durch Konfrontation mit der Wahrheit vom Kopf auf die Füße gestellt. Mit den Insignien des Konservatismus (Ruhm und Nobelpreis) bewaffnet, hat er eine Position eingenommen, die von echten Linken und echten Friedenskämpfern tausende Male besser, treffender und allgemeiner formuliert wurde. Allein die Tatsache, daß er einen Platz am Verstärker genießt, macht seine Intervention gefährlich. Wahrscheinlich hat Günter Grass den Iran-Krieg dadurch verhindert, daß die milliardenschweren seit vielen Jahrzehnten andauernden Bemühungen durch Kampagnen, Intrigen und Hetze einen Irankrieg vom Zaun zu brechen nun endgültig gescheitert sind. Denn der Krieg muß in den Industriestaaten durchgesetzt werden und synchronisierte Lügen kosten viel viel Geld.
Tatsächlich kann nur das als tollwütig geltenden Israel, dessen sich größtenteils völkisch verstehende Einwohnerschaft heute systematisch mit ihrer Vernichtungsangst Politik macht, für die NATO den Iran-Krieg vom Zaune brechen. Niemand glaubt, daß der Iran die Europäische Union oder die USA angreifen würde. Man ist darauf angewiesen verrückte Annahmen über eine baldige Nuklearwaffenverfügbarkeit zu verbreiten und sie jahrzehntelang zu erneuern, um die letzten großen Ölreserven des Planeten zu erobern. Das hat Günter Grass begriffen.
Die Obstruktion dieser Kampagne im richtigen Moment kostet die Kriegstreiber hunderte Millionen US-$. Das ist ein Grund wütend auf den Kriegsnobelpreisträger zu sein.

 

Wertung

Günter Grass hat von alledem nur sehr wenig begriffen, sich jedoch um die Verhinderung eines ganzen Krieges, der mit Sicherheit Millionen Tote gefordert hätte, verdient gemacht. Günter Grass hat mit seiner Intervention Millionen Leben gerettet. Diese Intervention war sehr mutig!
Damit hat er sein Versagen beim Kosovo-Krieg und beim letzten Irak-Krieg, sowie beim Afghanistan-Krieg unbewußt wieder gut gemacht.

[Evariste]

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Was ist der Unterschied zwischen Soldaten und Söldnern? – Was ist schlimm an Söldnern?

04.04.12 (#### Schule des Linksseins ####, A### Anfänger ###, A_ Was ist der Unterschied ..., A_ Was ist schlimm an ..., ThK ### Thematische Kategorien ###, ThK Krieg und Frieden, ThK R ## Recht ##, ThK R Völkerrecht)

Wörter: 770; Linkslevel: Anfänger
Soldaten und Söldner haben, wie man auf deutsch am Wort hört, den gleichen Ursprung. Der Ursprung ist das Töten für Geld – der Sold. Im 18 Jhrh. wurde das Kriegführen wie schon in »Noch immer gibt es die Wehrpflicht!« erwähnt, aufgrund des Modernwerdens von Massenheeren immer teurer. Deswegen wurde die Wehrpflicht erfunden und gleichzeitig das Vaterland, für das man künftig kämpfen sollte, da ein reiner Waffendienst für Geld zu unanständig aussah. Aus dem Söldner wurde ein gesellschaftlich relativ akzeptierter Berufstätiger. Töten für Geld konnte sich in dieser (demagogischen) Verkleidung institutionalisieren. Die aufgestellten Massenheere kämpften zunächst (18. Jhrh.) für die Gloire ihrer Herrscher, dann 19. und Anfang 20. Jhrhs.) für das Vaterland. Ansonsten fanden die selben Angriffskriege, nur mit weit größeren Verheerungen statt, wie zuvor. Der Soldat hatte dem Söldner nur die Legitimation durch den (ausbeuterischen, unterdrückerischen, imperialen oder kolonialen) Staat voraus. Erst nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Charta der Vereinten Nationen aus der Taufe gehoben und außerdem die Menschenrechte allgemein akzeptiert. Von nun an gab es außer der Haager Landkriegsordnung noch ein allgemein akzeptiertes Völkerrecht und ein sich langsam durchsetzendes Menschenrecht. Durch das Verbot des Angriffskrieges und die relative (eigentlich nur formale) Bindung der ansonsten trotzdem unterdrückerischen Staaten an die Menschenrechte, gab es eine größere Akzeptanz für Soldaten. Söldner waren relativ geächtet.

Leider brachte der kalte Krieg zwischen den Systemen viele Stellvertreterkriege hervor. In diesen wurde vor allem in Afrika von unterschiedlichsten Seiten her, bei einer Knappheit von Kämpfern auch Kindersoldaten eingesetzt. Söldner waren für die Großmächte weiterhin relativ geächtet. Allerdings setzten die USA trotzdem Politsöldner und politisch verbrämte Söldner gegen viele Länder ein. Besonders bekannt sind die Contrakonzepte, bei denen in linksregierten Ländern so genannte Contras von ausländischen Imperialisten finanziell unterstützt werden, die dann gegen die linke Volksregierung kämpfen und das Land destabilisieren und terrorisieren. Besonders bekannt sind hier Nicaragua und Afghanistan, … (siehe weiter unten). Für Groß- und Supermächte waren Söldner, die in direktem Zusammenhang zu ihnen standen, immer noch tabu. Echte Kriege wurden mit wüsten Beschuldigungen oder mit Befreiungsrhetorik begründet (Vietnamkrieg). Ansonsten unterstützte man rechte Opposition oder Rechtsputsche (Lateinamerika, Iran, Georgien, …)
1977 definiert das erste Zusatzprotokoll zur Genfer Konvention Söldner als Kombattanten, die nicht in die Hierarchie staatlicher Streitkräfte eingegliedert sind und aus kommerziellen Gründen am Krieg teilnehmen.Sie genießen keinen Völkerrechtlichen Schutz.
Nach dem Zusammenbruch des Staatssozialismus (1990) im Osten glaubten die dummen Westeuropäer, nun würde eine Periode immer-währenden Friedens anbrechen. Sie hatten der verlogenen imperialistischen Propaganda geglaubt. Tatsache ist, daß die NATO-Staaten, die der militärische Arm des US-Imperialismus sind, nun desto mehr und desto schamloser Krieg führen. Seitdem man durch Rationalisierungen im Irakkrieg auf den Geschmack gekommen ist, werden immer schamloser Söldner eingesetzt – eine Erscheinung, die sich erst in den letzten 20 Jahre so entwickelt hat. Diese Söldner sind Gewalttäter aus armen Ländern (z. B. Kolumbien). Sie sind lebend und tot billiger als NATO-Soldaten. Da sie billiger sind und ein hohes Risiko tragen, gewährt man ihnen strafrechtliche Immunität. Diese immunen Söldner sind oft schlimme Kriegsverbrecher. Ihre Brutalität verursacht eine hohe Abschreckung und begründet ihre Effizienz. Söldner, die in die Hand des Gegners fallen, werden daher oft gelyncht. Die Immunität wird ihnen durch Tatsachenverdrehung und Machtarroganz verliehen. Die Söldner – meist als Mitarbeiter privater Sicherheitsfirmen getarnt – gelten nicht als Kombattanten, sondern als Zivilisten. Die Ächtung von Söldnern ist genau, wie das Völkerrecht deswegen in den Hintergrund getreten, weil gerade die Stärksten Mächte des Planeten selbst dagegen verstoßen. Ein besonderes Schlaglicht wirft der zunehmende Einsatz von Drohnen → »Was ist schlimm an Drohnen?«. Staaten, die strafrechtsimmune Söldner einsetzen verstoßen gegen da Montreux-Dokument, das eine Verfolgung von Straftaten im Ausland zusichert.

Der bisherige Höhepunkt war der umfangreiche Einsatz von Söldnern in Libyen 2011 und im Irak nach dem Pseudoabzug der us-amerikanischen Truppen. De Neueste Einsatz von Söldnern findet derzeit in Syrien statt. Die neue Qualität dieser Einsätze besteht darin, daß man mittlerweile ganze Kriege nur mit Söldnern bestreitet. Da diese Kriege trotz der gesteigerten Freiheitsrhetorik, die sich nun um Demokratie und Menschenrechte dreht, das Ziel hat, die Souveränität und wirtschaftliche Selbständigkeit der Länder zu zerstören (Jugoslawien, Libyen, ..), ihre Demokratie abzuschaffen (Elfenbeinküste, Libyen, …), den Frieden zu zerstören (Irak, Libyen, Syrien, …), Neokolonialismus und sogar Kolonialismus zu befördern (Lateinamerika, Afrika, West- und Mittelasien), sowie die territoriale Integrität der Länder zu verletzen (Jugoslawien, Libyen, Sudan, …) ist dieser Söldnereinsatz in den durch nichts zu rechtfertigenden Angriffskriegen ein Rückfall in’s Mittelalter!

Die Masse und Brutalität der Söldner scheinen zuzunehmen. Während der Irkakrieg berüchtigt für ein Maximum an Söldnern ist, ist der Libyenkrieg berüchtigt für die Greueltatender westlichen Invasoren.

[Evariste]

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Die Wahrheit über Libyen 8 – Faschismus

23.03.12 (#### Schule des Linksseins ####, A### Anfänger ###, TaP ### Tagespolitik ###, TaP Wahrheit, | S ### Serien ###, | S St ## Serie Staaten ##, | S St Libyen)

Wörter: 561; Linkslevel: Anfänger
Wie man leicht den in den bereits vorangegangenen Artikeln zitierten Medien TeleSur, Russische Medien (z. B. RT oder Itar Tass, …) entnehmen kann, hat der Westen im Bündnis mit einigen arabischen Monarchien gegen das emanzipatorische Libyen einen blutigen Krieg vom Zaune gebrochen, seinen Visionären und fortschrittlichen Präsidenten Muammar al Gaddafi umgebracht und eine Gewaltherrschaft installiert, gegen die sich der chilenische Faschismus mit seinen Stadionmorden und seiner “Colonia Dignidad” wie ein Weisenhaus ausnimmt. Die Belege dafür sind teilweise sogar bis in die total kontrollierten westlichen Medien vorgedrungen. Das jetzt dort herrschende blutige Regime wird von Journalistenverbrechern wie Armbruster und anderen verschwiegen.
Der Grund dafür liegt darin, daß die gesamte Kriegsbegründung, der Bruch des Völkerrechts wie in »Die Wahrheit über Libyen – die totale Lüge« dargestellt von Anfang an auf den Manipulationen der Nördlichen Medien beruhte. die von westlichen Geheimdiensten nicht nur in Libyen, sondern auch in Syrien, Weißrußland und nun auch in Rußland hervorgerufenen Proteste sind eine Bedrohung der internationalen Stabilität und des Weltfriedens.

 

Faschismus

Die derzeitige blutige Gewaltherrschaft, des sogenannten Übergangsrates in Libyen nennen wir einen Faschismus, weil
1. offener Terror herrscht,

  • d. h. der Terror nur in Europa durch Propaganda, lügen, verschweigen und herabwürdigen, der bisherigen Regierung verschleiert wird,

2. die Machthaber die direkten Befehlsempfänger Washingtons, und somit
3. der verlängerte Arm des partiell extremistisch gewordenen Finanzkapitals sind.

 

Zu 1. Die Gräueltaten der NATO-Söldner sind mittlerweile sehr bekannt. Auch die schrecklichen Massaker durch Al-Qaida. Nachrichten über die Schreckensherrschaft des NTC gibt es derzeit noch nicht so viele.
Links dazu:
 

Medien-Lügen auf Blogspot
 

Sogenannte Rebellen in Libyen zerstören einen christlichen Friedhof
Weiter Videos auf der selben Seite zeigen Mißhandlung, Folter und Willkür.
Massenmord ist weiterhin an der Tagesordnung. Was zum heutigen Libyen zu sagen ist, ist daß das öffentliche Leben durch Mangel Angst und Terror gezeichnet ist. Alle Gaddafi-Loyalisten – und das ist die Mehrheit der Bevölkerung – werden Massakriert oder gefoltert. Der Grund dafür ist ihr relativer Laizismus. Die NATO hat mit den Islamisten den schlimmsten Terror ober das Land gebracht, der heute noch vorstellbar ist.

 

Zu 2. Der NTC wurde direkt von der NATO eingesetzt und ist NATO-hörig
Es gibt keinerlei geistige Tätigkeit bei den Herrschenden. Es gibt nur Terror.

 

Zu 3. Internationale Öl-Konzerne allen voran der italienische eni-Konzern und der französische TOTAL-Konzern standen Schlange beim NTC um das Öl Libyens zu fördern. Jetzt haben TOTAL und der eni-Konzern das Öl erobert. Sie profitieren direkt von den 70 000 Toten.
 
Alle Gaddafi Loyalisten werden von den NATO-Söldnern augenblicklich umgebracht. Westliche Medien verschweigen diese Gräuel. Nur sehr linke Medien berichten darüber, Die Süddeutsche berichtete immerhin über Gräueltaten der Rebellen.
Der Krieg hat das Land zerstört und ein faschistisches Kolonialregime gebracht.
 
An der Regierung ist jetzt übrigens ein Neffe des früheren Königs Idris – der damalige libysche Statthalter des Westens.

 

Widerstand

Der Widerstand gegen die NTC-NATO-Statthalter hält unterdessen an. Ende Januar wurde Bani Walid zurückerobert. Wenige Informationen dazu gibt es in Abständen auf За Каддафи.
Da es für die NATO nach wie vor schwierig ist, das gesamte Land zu unterwerfen, versuchen sie nun die Kyrenaika abzuspalten. Der NTC, der mit den westlichen und südlichen Milizen nicht fertig wird, erkläre in Bengasi nun schon mal die partielle Autonomie des östlichen Libyen, womit ein alter imperialistischer Traum der Wirklichkeit näher kommt.

 

Syrien
 
Dieser Faschismus und diese Massaker drohten auch Syrien, hätten die Invasoren dort eine Luftwaffe.

[Evariste]

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Was ist eine Verschwörungstheorie?

20.03.12 (#### Schule des Linksseins ####, F### Fortgeschrittene ###, F_ Was ist ..., ThK ### Thematische Kategorien ###, ThK Imperialismus, ThK Interdisziplinär)

Wörter: 1706; Linkslevel: Fortgeschrittene
Verschwörungstheorien gibt es viele und hier steht, warum ihre Existenz für Kommunisten ärgerlich ist.
 

Eine Verschwörungstheorie ist eine mehr oder weniger plausible Legende über eine bedrohliche Verschwörung einer Minderheit, einer Elite oder von Teilen des Establishments.

 

Akausales Denken hilft nicht beim Erkennnen

In der Gesellschaft wirken – auch wenn sie natürlich künstlich ist – objektive Gesetzmäßigkeiten. Wenn man diese Gesetzmäßigkeiten nicht erkennt, oder abstreitet, versucht man bestimmte Muster durch Absichten zu erklären. Man kommt dann automatisch zu einer Verschwörungstheorie. Mitunter werden auch nicht-evidente Behauptungen zum Gegenstand von Verschwörungstheorien. Dann kann als Ursache plumper Weise eine dazu passende Standard-These sein oder primitiver Weise ein Lieblingsgegner. Es gibt daher eine ganze Menge von Verschwörungstheorien. Ursache einer Verschwörungstheorie kann auch die Angst oder der Wille, etwas bedeutendes zu entdecken sein. Im ersteren Falle zehrt die Verschwörungstheorie von der verbreiteten Dummheit, im zweiten Falle vom Nimbus des mit der Verschwörungstheorie angegriffenen Ziels.

 

Theorien über die Verschwörung von ethnischen oder religiösen Gruppen

Wie in »Was ist ein Ressentiment? – wie funktioniert ein Ressentiment?« erläutert, kann eine Gruppe durch unscharfes Denken ihrer verhetzten Gegner in die Situation geraten, sich nicht mehr verteidigen zu können, weil alles zu ihren Ungunsten ausgelegt wird. Daher kommt es leider zu einer gewissen Resistenz auch von nicht-evidenten Verschwörungstheorien. In der Regel sind diese Gruppen traditionell Ziele von Ressentiments. Wenn sich die diskriminierten solidarisch zusammenschließen, legt man das zu ihren Ungunsten aus.

 

Was ist schlimm an der Existenz falscher Verschwörungstheorien?

Wenn falsche Verschwörungstheorien möglich sind, heißt das daß relevante Anteile der Öffentlichkeit nicht zwischen falsch und richtig unterscheiden können. Leider betrifft dies’ tatsächlich naturgemäß einen großen Teil derjenigen, die bereit sind, öffentliche Versionen infrage zustellen.
Noch schlimmer an der Existenz falscher Verschwörungstheorien ist die daraus folgende Ablehnung richtiger Theorien und die Gleichsetzung von Wissenschaft mit Blödsinn.
Der Vorwurf der Verschwörungstheorie gerät so zu einem Totschlagargument, das in einem akausalen Argumenten nicht aufgeschlossenen Umfeld nicht widerlegt werden kann. Leider hat dieses Umfeld sich über große Teile genau des an sich schon raren Anteils an der Bevölkerung den man Öffentlichkeit nennt, ausgebreitet.
In einem Satz gesagt, ist die Gesamtbevölkerung so entwissenschaftlicht, daß Politik nicht rational begründet zu werden braucht und zwischen richtigen und falschen Hypothesen schon gar nicht unterschieden werden kann. Falsche Theorien erhöhen die Konfusion und trainieren die Kritiklosigkeit.
 
Einige Verschwörungstheorien werden wir hier aufgreifen

 

Falsche Verschwörungstheorien

Antisemitische Theorie über die jüdische Weltverschwörung

Sehr bekannt sind Annahmen, darüber, daß alle Juden nur die Weltherrschaft anstreben. Die Diskriminierung liegt bereits in der Struktur der Annahme begründet.
 
Hierüber wurde bereits viel geschrieben. (»Was ist ein Ressentiment? – Wie funktioniert ein Ressentiment?«)
 

HAARP-Legende

extra-Artikel Warum die HAARP- und Chemtrail-Legenden Quasihoaxe sind
 

Chem-Trails-Legende

extra-Artikel ebenda Warum die HAARP- und Chemtrail-Legenden Quasihoaxe sind
 

Dolchstoß-Legende
 
Auch über diese nationalistische Legende, die beinhaltet, daß die Arbeiteraufstände von 1918/1919 den ersten Weltkrieg beendeten, indem sie den Truppen in den Rücken fielen ist falsch. Tatsache ist, daß auch Soldaten sich gegenüber ihren Herren, die sie sinnlos verheizen wollten emanzipierten und sich befreiten. Kämpfe gab es erst, nachdem es große Demonstrationen gegeben hatte.
 

Klima-nicht-Änderungs-Quasihoax1
 
Extra-Artikel begonnen
 

Merkmale falscher Verschwörungstheorien
 
Verschwörungstheorien beruhen auf Verdächtigungen und diese haben es an sich, daß man auch bei fehlender Evidenz schnell geneigt ist eine neue Zusatzannahme hinzuzufügen, nur weil sie ins Konzept der Verdächtigung paßt. Was man in der Wissenschaft als Intuition betrachten würde, ist in einer unkritischen nicht in Reproduzierbarkeit und Verifikation geschulten Umgebung verheerend, da ein solches Vorgehen sich in jede beliebige Richtung, nur nicht in Richtung der Wahrheit entwickelt. Falsche Verschwörungstheorien werden daher auch auf phantastische Weise miteinander verknüpft.
 
So wird beispielsweise die HAARP-Legende mit der Chemtraillegende verknüpft, es wird wie selbstverständlich von Wetter- oder Erdbebenwaffen gesprochen2. Es wird gar von „satellitengestützten Wetterwaffen“ gesprochen. Dabei wird übersehen, daß Satelliten ihre Energie aus Photovoltaikmodulen beziehen und daher selbst mit einem Minimum an Energie auskommen müssen, auch wenn man viel Energie braucht, um sie in eine Umlaufbahn zu bugsieren. Satelliten sind isoliert, damit die Elektronik nicht auskühlt und versagt. Ein Weiteres Beispiel ist eine angenommen „jüdisch-bolschewistische“ Verschwörung. Wenn man weiß, wie weit rechts gerade die us-amerikanischen oder gar die israelischen Juden stehen, weiß man, wie lächerlich das ist. Hier wurden einfach Lieblingsfeinde in einer Legende zusammengefaßt. Plausibilität ist für unwissenschaftliches Denken nicht durch Argumente, sondern durch Wünsche herstellbar.
Infolgedessen sind viele teils widersprüchliche Verschwörungstheorien miteinander verwandt. Helfen können hier nur kritisches oder wissenschaftliches Denken, das Bewußtsein um linke und rechte Weltanschauungen, reale Interessen in Interessenkonflikten.

 

Richtige Verschwörungstheorien
 
>9/11 was an inside-job
 
Diese Theorie wurde von vielen Autoren weiter entwickelt. Zunächst gab es kritische Bücher (z. B. von Jean-Charles Brisard und Guillaume Dasquié, … ). Im Internet kursierten außerdem von Anfang an Filme, die diese Thesen belegen. Eine gute Zusammenfassung liefert dieser Film1 http://www.youtube.com/watch?v=qdYiqbtF0RA 1h13min,
Viele, viele Analysen weitere gibt es seitdem im Internet dazu
 

Beweis der Sprengung des Gebäudes
 
Daß das WTC-Gebäude gesprengt wurde, beweist ein Physiklehrer in diesem Video:
Interview mit David Chandler
Der Physiklehrer beweist, daß das renommierte NIST-Institut bei der „Analyse“ des Einsturzes des WTC lügt. Und hier noch ein paar zusätzliche Details dazu: http://www.youtube.com/watch?v=ww8hBFNY8jk&feature=related
 

Anwendung von Thermit bzw. Thermat
 
Thermat ist Thermit mit Schwefel- oder Sulfidzusatz. Thermite brennen sich durch Stahl. Im Allgemeinen werden sie zum Schweißen genutzt.
Thermit beim Anschlag auf englisch: http://www.youtube.com/watch?v=ezIU6ZxYU3A
Die Verwendung von Thermat erklärt auch, warum keine lauten Explosionen zu hören waren.
 

Allgemein
 
Eine kleine Zusammenfassung von vielen Unstimmigkeiten in 19 Filmchen, die sehr zu empfehlen sind: 9/11 Coincidences , davon besonders 9/11 Coincidences (11/19) , .
 

Offizielle Reaktionen anderswo
 
Die Anschläge auf das WTC und das Pentagon führten schließlich zum sogenannten Krieg gegen den Terror, an dem mehrere Länder beteiligt wurden. Selten gesehen dazu Kritik im japanischen Unterhaus 1008: http://www.youtube.com/watch?v=BUMjEg7opc4

 

Al-Qaida ist amerikanisch
 
In dem ersten Video folgender Seite gibt Hillary Cilnton – Ähh Clinton – zu, daß die USA Al Qaida gegründet haben: http://medien-luegen.blogspot.com/2012/01/hillary-clinton-gesteht-al-kaida-wurde.html
Ganz unten sind die in Beweisvideos Al-Qaida-Fahnen in Libyen und Syrien zu sehen.
Genaueres dazu wurde im Artikel »Was ist eigentlich Al-Qaida?« Beschrieben.

 

 
Verknüpfung richtiger und falscher Verschwörungstheorien
 
Ärgerlich ist es, wenn eine falsche Verschwörungstheorie mit Elementen richtiger aber im Mainstream umstrittener Fakten oder mit linken Inhalten gewürzt wird. Besonders ärgerlich ist es aber, wenn prinzipiell richtige linke Darstellungen mit Versatzstücken aus falschen Verschwörungstheorien geschmückt, oder diese Theorien direkt mit linken Inhalten verknüpft werden. Letzteres ist jedoch nicht sehr häufig.
 
Häufig kommt das eklektische Sammeln von zur Denunziation geeigneten Inhalten im rechten Spektrum vor. Dabei werden sowohl begründbare, als auch unbegründbare Behauptungen aufgestellt und irgendwie arrangiert. Die Begründbarkeit von Behauptungen ist dem rechten Spektrum nicht so wichtig.

 

Antikommunismus und Verschwörungstheorien
 
Quatsch von rechts
 
Antikommunismus führt dazu, daß richtiges nicht geglaubt wird und falsches mit richtigem vermischt wird.
Beispiele :
Kopp-Verlag oder „Die Lügen dieser Welt mit 33 Links aufgedeckt!“http://www.wahrheit-kompakt.bplaced.net/
Auf diesen Seiten findet man linke und rechte Inhalte miteinander vermischt.
 

Was ist der Punkt?
Der Punkt ist, daß falsches nicht von richtigem und linkes nicht von rechtem unterschieden werden kann. Es besteht ein Zusammenhang zwischen beiden Phänomenen.
Beispielsweise wird von der Gefahr der RFID-Chips gesprochen (im Prinzip richtig), aber andererseits auch über eine „Klimalüge3“ (falsche Verschwörungstheorie) geschrieben. Solche Seiten kann man nicht ernst nehmen, da sie undifferenziert spektakuläre und weit außen stehende Nachrichten sammeln, ohne den Wahrheitsgehalt beurteilen zu können. Wenn Ungebildete jedoch auf diese Seiten geraten, haben sie keine Möglichkeit die Wahrheit festzustellen. Sie müssen glauben, was ihnen als spektakuläre Wahrheit angeboten wird.
 

Quatsch von links
 
Ärgerlich ist dann, wenn man mit diesen in einen Topf geworfen wird, oder wenn andere Linke die Linie zu den akausalen Sektierern überschreiten. Beispielsweise konnten wir auf der Seite von Norman Peach etwas über „Chemtrails“ und eine HAARP-Verschwörung lesen. Der Politiker schreibt durchaus fundiert auf seinem eigenen Gebiet, hat aber keine Ahnung von Naturwissenschaft und Technik. Leider hat er es unterlassen, sich zu informieren.

 

Wissenschaft
 
Die Sozialwissenschaften in ihrer heutigen Form sind eine Folge des Marxismus. Marx hat gezeigt, daß die Politik aus der Ökonomie resultiert. Er hat auch gezeigt, daß die Gestalt der Kultur aus der Produktivkraftentwicklung resultiert. Er hat gezeigt, daß die Produktivkraftentwicklung die Ursache des gesellschaftlichen Fortschritts ist. Seitdem können wir wahre gesellschaftliche Analysen nicht mehr ohne Betrachtung von Kultur, Epoche und Systemcharakter durchführen. Betrachten wir also die durch die Produktivkraftentwicklung gestaltete Welt, erkennen wir problemlos wichtige Phänomene – z. B. den Imperialismus. Der Imperialismus wird in den Artikeln »Was ist Imperialismus?« für Anfänger und für Linke beschrieben.
Wir fassen das hier sehr kurz zusammen. Seit der Entdeckung der letzten weißen Flecken auf der Welt und ihrer Eroberung durch den Kolonialismus4, sowie später durch den Neokolonialismus ist die Aufteilung der Welt durch Entdeckung beendet und es beginnt ein Kampf um die ständige Neuaufteilung der Welt zwischen verschiedenen Imperien. Diese Phase der Entwicklung des Kapitalismus nennen wir Imperialismus. In der Theorie wird begründet, warum die imperialistischen Staaten ökonomisch gezwungen sind, an dieser Neuaufteilung der Welt teilzunehmen. Derzeit dominant ist das US-Imperium. Das US-Imperium hat es geschafft, mit den WTO-Verträgen eine internationale Rechtsordnung zu installieren, die ihm nützt. Auch das geistige Eigentum geht darauf zurück. Wir widmen uns hier dem Aspekt

 

Warum braucht der Imperialismusbegriff keine Verschwörungstheorie?
 
Der Imperialismus funktioniert nach Marktgesetzen. Diesen Marktgesetzen folgend, dehnt er sich als kapitalanarchisches System aus. Dabei können die treibenden Teilnehmer dieses Kokurrenzprozesses – Die Unternehmer und ganz oben – das Finanzkapital sich trotz der Konkurrenz durchaus organisieren. Sie können sich organisieren, weil sie auch gemeinsame Interessen haben. Jedoch gibt es ein Problem. Die Teilnehmer sind keine Marxisten. Sie haben gelernt, in Betriebswirtschaftlichem Interesse zu denken. Obwohl sie sich also auf volkswirtschaftlicher Ebene und darüber hinaus organisieren, ist der Kern ihrer Philosophie ein betriebswirtschaftlicher. Daher kommt es, daß sie nicht zur materiellen Selbstbeschränkung der Wirtschaft und zum Energiesparen oder der Vermeidung von Klimagasen und Giften aufrufen, sondern aggressive Eroberungpläne schmieden.
 
Dazu braucht man keine Verschwörungstheorie, sondern nur das Wissen um Selbstorganisation in einem dynamischen System, in dem es auch noch von primitiven Bewußtseinen wimmelt. In »Was ist schlimm an Mystifizierung?« steht erwähnt, daß Personifizierungen Mystifizierungen sind. Die Projektion objektiv notwendiger Übel auf kleine Minderheiten oder einzelne Personen ist akausal.
[Evariste]
[Evariste]
 

1Was ein Quasihoax ist, wird in »Warum die HAARP-Legende ein Quasihoax ist« beschrieben
2 Siehe Artikel »Warum die HAARP- und Chemtrail-Legenden Quasihoaxe sind«
3 Näheres hierzu unter »Woran erkannt man den Klimawandel? – Warum ist die „Klimalüge“ ein Quasihoax?«

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Warum darf Prostitution nicht verboten werden

17.03.12 (#### Schule des Linksseins ####, F### Fortgeschrittene ###, F_Warum darf ..., TaP ### Tagespolitik ###, TaP Widerspruch, ThK ### Thematische Kategorien ###, ThK Minderheiten)

Wörter: 1260; Linkslevel: Fortgeschrittene
Das Problem

Prostitution geht einher mit der Ausbeutung der Frau und mit Gewalt gegen Frauen, ist frauenverachtend und wird im konservativen Spektrum als unanständig betrachtet. Neuere Bestrebungen Prostitution zu verbieten, erstrecken sich von Rechts bis hinein in die Mitte der Gesellschaft.
Hier wird geklärt, was die in vielgestaltiger Form auftretende Prostitution tatsächlich ist. Versuche, die Prostitution rechtlich und menschenrechtlich einzufrieden, sind in der Vergangenheit an unterschiedlichen politischen Interessen und an falscher Analyse gescheitert.
Wir Kommunisten selbst sehen ein Prostitutionsgesetz einzig unter der Prämisse, daß es die betroffenen Frauen schützen soll. Ich erwähne, daß Prostitution bereits im Kommunistischen Manifest erwähnt wird. Wir ergreifen klar Partei und klären hier auch warum.
 

Umgang in der jüngsten Vergangenheit

Da durch Prostitution Milliarden umgesetzt werden, kam in der Politik die Idee auf, Prostitution zu besteuern und sie als staatliche Gegenleistung zu legalisieren. Eine bessere Gesundheitsversorgung und mehr Sicherheit am Arbeitsplatz hatte man sich davon versprochen. Leider ist die Idee gescheitert, da die vier etablierten deutsche Rechtsparteien vonBü90/die Grünen bis CSU die Emanzipation der Frau nicht im Blick hatten, und beispielsweise ein Leistungsverweigerungsrecht, wie es die Linkspartei forderte, nicht implementierten. Gewerbliche Prostitution kann demnach nun auf Vertragsbasis stattfinden, Ausbeutung wurde legalisiert, da auf dem normalen Arbeitsmarkt ja auch Ausbeutung stattfindet. – Ein Grund, warum nur Kommunisten dieses Problem lösen können.
Da weiterhin auch Sklavenprostitution mit Entführten oder betrogenen Migrantinnen und auch von Drogenhabhängigen stattfindet, kann man sagen, daß das Prostitutionsgesetz an der Realität vorbei geht und gescheitert ist.
deswegen wollen Konservative nun nachlegen und Prostitution ganz verbieten, was wir, wie im folgenden dargestellt wird, als Verschärfung des Problems betrachten.

 

Konservative Bestrebungen

Konservative, obgleich sie diejenigen sind, die die Prostitution am häufigsten in Anspruch nehmen, verfallen schnell auf’s Ressentiment gegen Prostitution. Daß gerade sie die Prostitution abschaffen wollen, liegt zum Teil an einer kulturell verwurzelten Frauenfeindlichkeit.

 

Erfahrungen mit Verboten

Pornographieverbote

Von Pornographieverboten weiß man, daß die Zahl der Vergewaltigungen zurückgeht, wenn das Zeigen frauenverachtender Handlungen verboten wird. Die frage ist nun, ob man denselben Effekt bei der Prostitution erreicht.
 

Vorgehen in Schweden und Frankreich

Schweden und Frankreich haben die Prostitution verboten. Das hat Vor- und Nachteile. zunächst gibt es keine Parxis in der sexuellen Ausbeutung der Frau mehr. – Stimmt nicht! Die Prostitution ist durch Illegalisierung auf etwa die Hälfte zurückgegangen. Man kann spekulieren, daß die Frauenverachtung vielleicht ein wenig zurückgegangen ist.
Dem widerspricht jedoch die Praxis der Illegalisierung, die für die betroffenen Frauen größere Unsicherheit für Gesundheit und Leben bedeuten und ihnen auch unkomfortable Arbeitswege beispielsweise zu Verstecken im Wald aufnötigen. Durch längere Arbeitswege sind die Einkommen der betroffenen Frauen stark zurückgegangen. Die Sicherheit ist katastrophal.
Argument der Befürworter ist, daß man nur die Kunden bestraft. Diese Bestrafung nimmt in Schweden absurde Formen an, wo man mit verkleideten Polizistinnen irgendwelche Männer auf der Straße in Fallen zu locken sucht um sie dann zu bestrafen.
Die Fallen sind so konstruiert, daß die Polizei bewaffnet mit einem moralischen Impetus selbst kriminell wird.
Wir erwähnen kurz die starke Zunahme autosexueller Unfälle in Schweden.
 
In Frankreich spielt man mit dem Gedanken „aus Menschenrechtsgründen“ Prostitution zu verbieten. Man argumentiert, daß Prostitution Gewalt gegen Frauen ist und daß Frauen nicht freiwillig zu Huren würden.
 

Warum geht ein Kunde zu einer Prostituierten?

Zu einem gewissen Prozentsatz ist dies tatsächlich das Bedürfnis nach sexuellem Konsum. für einige die einzige Gelegenheit zum Sex. Im Detail sind die Gründe vielfältig.
Wir stellen hier die folgenden Fragen:
Hilft ein Verbot der Prostitution, die Frauenverachtung in der kapitalistischen Gesellschaft zu verringern?
Hilft das Prostitutionsverbot den betroffenen Frauen?
Warum prostituieren sich Frauen?
Wer hat Schuld an der Ausbeutung der Frauen?
Was ist falsch am bisherigen Umgang mit der Problematik?

 

Warum gibt es Prostitution?

Prostitution gibt es seit Jahrtausenden. Und seit Jahrtausenden wird die Frau von Männern sexuell und finanziell ausgebeutet. In der Vergangenheit hat man wenigstens einen Teil dessen verstanden und Zuhälterei verboten (wenn auch nicht sehr effektiv).
Wenn wir untersuchen, wo Prostitution auftritt, verstehen wir, warum es sie gibt.
Prostitution tritt an Wohlstandsgrenzen auf. Je größer das Wohlstandsgefälle, desto mehr Prostitution gibt es. Dieses Wohlstandsgefällte findet man in armen Ländern mit reichen Touristen ebenso, wie an der deutsch-tschechischen Grenze oder in Bahnhofsvierteln.
Durch Drogenkonsum verelendete und ansonsten auf Beschaffungskriminalität angewiesene sind daher auch betroffen.
 
Ursache für die Prostitution ist daher die Ungleichverteilung des Reichtums und die Undurchlässigkeit der Klassengrenzen.
Das ist ein Resultat! Deswegen läßt sich Prostitution nicht verbieten.

 

Wer gewinnt, wer verliert?

Sex gegen Geld ist ein asymmetrischer Handel.
Konservative tun so, als würde der Kunde die Frauen zur Prostitution zwingen. Es ist jedoch das Elend. Der Kunde nutzt dieses bloß aus. – Ein Handel bei dem beide etwas gewinnen, die Frauen jedoch zu sehr schlechten Konditionen bzw. gezwungenermaßen. Immerhin ist die (offizielle) Haltung der Konservativen nicht mehr die, daß die Frauen unanständig handeln würden.
 
Durch Verbote wird immer derjenige bestraft, der ausgebeutet wird. Das liegt daran, daß Prostitution auf einem Markt angeboten wird, auf dem Druck auch wenn er etwa auf Zuhälter oder Kunden angewandt wird, auf eben jenem Markt mindestens über den Marktpreis, aber auch über die Wahl des Arbeitsortes, die Sicherheit und Komfortabilität an eben jene Ausgebeuteten weitergegeben wird.
Konservative verstehen nicht, daß Prostitution zu den Produktionsverhältnissen der Ausbeutergesellschaft gehört und eben denselben Marktgesetzen gehorcht.
Verlierer aller Verbote sind daher die betroffenen Frauen. Sie werden so in den Untergrund gedrängt und noch stärker ausgebeutet.

 

Fazit

Die Frauenverachtung ist zunächst ein kapitalistisches Problem, denn alle Ausbeutergesellschaften haben die Tendenz zu Diskriminierung und Patriarchat. Elend und Erwerbsarbeitszwang führen zur Diskriminierung auch anderer Gruppen. Wenn also argumentiert wird, Frauen würden von ihren Kunden ausgebeutet, ist das nur ein Teil der Wahrheit. Gut bezahlte Arbeitsplätze haben die Konservativen diesen Frauen nicht angeboten.
Aus kommunistischer Sicht können wir sagen, daß zunächst die ökonomische Gleichstellung der Frau und die allgemeine Abschaffung der Arbeitslosigkeit und ein Mindestlohn das beste Mittel gegen sexuelle Ausbeutung ist. Dazu müssen einfach alle Menschen ein menschenwürdiges Einkommen besitzen. Die Prostitution, die dann noch übrig bleibt, ist wirklich freiwillig.

 

Zukunft der Prostitution

Welche Zukunft hat die Prostitution, wenn Wohlstandsgefälle und Erwerbsarbeitszwang eines Tages abgeschafft sind?
Prostitution hat auch für die Kunden große Nachteile. Wer Prostitution konsumiert, kann durch den Reizverstärkungs-Abstumpfungszyklus von Praktiken abhängig werden, die bestenfalls exotisch, die frauenverachtend, oder gefährlich und dabei noch sehr teuer sind. Die Abhängigkeit eines Kunden von nur durch Prostituton zu erbringende Leistungen ist eine Form der Verelendung (siehe »Was ist Verelendung?«).

Es ist in gewisser Weise wie eine Rache der ausgebeuteten Prostituierten, an ihren Kunden, daß sie sie verderben lassen und abhängig machen.
 
An dieser Stelle abstrahieren wir mal vom klassischen Katalog der sexuellen Dienstleistungen und stellen uns vor, was wäre, wenn Prostituierte genau das Gegenteil dessen anbieten würden. Wenn Prostituierte jungen Männern zeigen würden,wie man sich einer Frau gegenüber verhält, wie man Orgasmusprobleme überwindet, oder wenn sie bei der Therapie von Sexualstraftätern mithelfen würden.
Verdorbene Frauenfeinde könnten so durch Entzug therapiert werden, Rabiatoren könnte man den Sinn für Feingefühl vermitteln und fehlgeprägten Pädophilen könnte frau das Interesse an erwachsenen Frauen vermitteln.
Die Idee, der Berufsanerkennung bekommt nämlich nicht einen Sinn, wenn die Tätigkeit nur ein suchtartiges Bedürfnis erfüllt, sondern erst, wenn eine gesellschaftlich nützliche Funktion damit verbunden ist. Das Mitverdienen des Staates an der Prostitution macht sonst den Staat zum Zuhälter. Das sehen wir insbesondere vor dem Hintergrund des sogenannten Schutzes der Ehe durch Diskriminierung von Alleinerziehenden und Homosexuellen, da die steuerliche Diskriminierung im Zusammenwirken mit der Idee ehelicher Pflichten auch schon die Ehe selbst zu Prostitution und den Staat zum größten Zuhälter macht. Die Zuhälterei der imperialistischen Staates ist in der Vergangenheit auch schon im Zusammenhang mit der Illegalisierung von Migrantinnen diskutiert wurden.
[Evariste]

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Zur Ablehnung der politischen Parteinahme in der bürgerlichen Politikwissenschaft – kleine Kritik des Unpolitischen

11.03.12 (#### Schule des Linksseins ####, Li### Linke ###)

Wörter: 2408; Linkslevel: Linke
Kritik der politischen Neutralität –

In den Politikwissenschaften finden wir häufig Menschen, die völlig unpolitisch sind. Daher findet man auf politischen Veranstaltungen ausgesprochen wenige Politikwissenschaftler. Die wenigen, die man findet, sind meist links. Studenten und Wissenschaftler der Politikwissenschaften (die PoWis) haben Hemmungen, sich politisch zu bekennen. In den Politikwissenschaften wird ein wenig das Dogma, man dürfe sich als Politikwissenschaftler keiner Überzeugung anschließen, gepflegt. Wir zeigen hier, daß das bürgerlicher Humbug ist.

In den Gesellschaftswissenschaften ist es gegen Ende des 20. Jhrhs. Sitte geworden, von der eigenen Sozialisiertheit, der eigenen Kultur, dem eigenen Geschlecht, der Religion, der Ethnie und sogar der eigenen Überzeugung zu abstrahieren. Durch solche Objektivierung sollte eine Verwissenschaftlichung der Gesellschaftswissenschaften erreicht werden. Das klingt an sich nach einer guten Idee, da so etwas kompliziertes, wie die menschliche Gesellschaft, die von tausenden Ursachen geprägt und unter tausenden Aspekten betrachtbar ist, durch systematischen Ausschluß von Subjektivität überhaupt erst wichtige Geheimnisse preisgibt. In der Vergangenheit konnten dadurch z. B. die herrschende Klassensichtweisen und der Eurozentrismus aufgebrochen (wenn auch nicht überwunden) werden. Die westliche Politikwissenschaft ist jedoch heute wieder stärker als früher eine Wissenschaft, die mit der politischen (und ihrer eignen) Lage mehr als zufrieden ist. Da paßt es gut ins Konzept, von der eigenen Überzeugung zu abstrahieren und sich fernab jeder Betroffenheit im Glanze des eigenen Geistes zu sonnen.
Daher wenden wir uns hier gegen den letzten der aufgezählten Punkte, da wir glauben, daß die eigene Überzeugung nicht objektivierbar ist.

 

Was unterscheidet einen politischen Menschen von einem unpolitischen?

Ein politischer Mensch agiert ausgehend vom Interesse. Ein politischer Mensch stellt die Machtfrage. Ein politischer Mensch hat Ahnung, wovon er spricht, ein unpolitischer – nicht!
Ein unpolitischer Mensch kann ein politisches Interesse mithilfe intellektueller Einsicht formulieren, aber niemals durchsetzen. Ein unpolitischer Mensch agiert als nicht betroffener.
 

Wie kommt das?

Wie bei allen Wissenschaften, Wissensgebieten, Hobbys etc. führt Beschäftigung mit dem Gegenstand trivialer Weise zu Kenntnissen. Warum aber ist der politisch interessierte Akteur dem Politikwissenschaftler überlegen?
 

Interesse

Das liegt daran, daß Lernen vor allem auf Interesse beruht. Wer sich nicht wirklich interessiert ist, lernt schlecht. Politische Menschen sind immer interessierter, als jeder bürgerliche Politikwissenschaftler.
 

Problemorientierung und Dekadenz

Wer sich für Politik interessiert, muß problemorientiert denken. Gerade Linke haben ein umfangreiches Problembewußtsein. Sie lösen ständig Probleme (– etwas, das Rechte niemals tun). Ein Politikwissenschaftler, der sich vor seinem Gegenstand hinter scheinbarer Neutralität verbirgt, weicht der Lösung von Problemen aus. Seine “Wissenschaft” degeneriert zur verständnislosen Schilderung. Auf diese Weise können nicht sehr viele Resultate gewonnen werden. Die spannendsten Bücher über Politik werden daher von Linken geschrieben. Die Publikationen “neutraler” PoWis sind langweilig.
Während Linke sich den Kopf darüber zerbrechen, wie das Elend, die Arbeitslosigkeit oder der Welthunger beseitigt werden kann, untersuchen PoWis Überzeugungen und Symptome der politischen Landschaft oder wie man Sympathien gewinnt. Kein PoWi untersucht, wie man Abrüstung erreichen oder Korruption bekämpfen könnte oder woran die Gesellschaft als solche krankt.

Politikwissenschaften, die die Aufgabenstellung haben, Problem zu lösen, sondern Politik nur beschreiben, Politik – also auch Verbrechen – als gegen und als nur zu untersuchenden Gegensand begreifen, beschreiben diesen Gegenstand oberflächlich und ohne Verständnis. Das Dogma, das Distanz Objektivität schafft ist hier auf die Spitze getrieben, denn wer in dieser Welt lebt, unterliegt der Politik, er ist, wenn er sich nicht um sie kümmert ihr Opfer. Eine Negation dieser Wahrheit bedeutet entweder seine Augen zu verschließen oder zufriedene Voreingenommenheit. Auf einer C4-Stelle kann man recht zufrieden sein. Mit Alg2 deutlich weniger.
 

Unehrlichkeit der Wissenschaft vor sich selbst

Die Auswirkungen der Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln auf die Zivilisation, den Zugang zu Gesundheitsleistungen, die Kriminalität, das Elend, die Ausbeutung, die Akkumulation, die Regierungskriminalität, die Imperien, die Korruption parlamentarischer Abläufe, der Bruch des Völkerrechts durch die Stärksten, die Medienmanipulation, … usw., usf. sind absolut tabu in der bürgerlichen Politikwissenschaft. – Dabei ist gerade das besonders politisch. Tatsächlich gibt es keine unpolitische Politikwissenschaft, da echte Politikwissenschaft nämlich Ergebnisse zeitigt. Diese Ergebnisse sind dann genehm oder nicht. Das heißt, daß ein Teil von ihnen unterdrückt würde, woraus klar folgt, daß vorauseilend vieles gar nicht erst erforscht wird.

Der PoWi, der sich unpolitisch und außerhalb des politischen Spektrums wähnt, erliegt einer Illusion.
 

Einwand – politisch ist nicht gleich betroffen

Man kann hier einwenden, daß das Problem des Politisch- mit dem des Betroffen-seins nicht identisch ist, da es jede Menge Betroffener (z. B. Arbeits-, Obdachlose) gibt, die völlig unpolitisch sind.
Die Probleme der intellektuellen Verelendung sowie der kulturellen, und pharmazeutischen Betäubung sind jedoch allgemeine gesellschaftliche Probleme des Kapitalismus. Sie betreffen auch die PoWis.
Auch wenn ein Betroffener nicht automatisch als politischer Mensch agiert, agiert trotzdem ein politischer Mensch hundert mal eher als Betroffener, als ein unpolitischer.
 

Links vertritt das Volk

Dies hängt jedoch eigentlich von seiner Stellung im Spektrum ab. Frauen, Behinderte, Lohnabhängige oder Flüchtlinge werden eben nicht von Rechten, sondern von Linken vertreten. Das ist die Wahrheit. Echte PoWis sollten daher links sein.

 

Was bringt die Abstraktion von der Überzeugung1?

Wie funktioniert Abstraktion?

Die Abstraktion von der eigenen Kultur, der eigenen Sozialisiertheit, dem Eigeninteresse, … verlangt darüber hinaus umfangreiche Kenntnisse von anderem. Wenn ich vom Akzent der eigenen Sprache abstrahieren will, muß ich ausreichend Akzente anderer Sprachen beherrschen. Ich muß sie beschreiben können. Erst durch die durch sie geprägte Vorstellung bekommt der eigene Akzent ein Gesicht. Will ein Deutscher wissen, wie deutsch klingt, kann der zwar den großen Diktator von Charlie Chaplin (mit Hitlerimitation) ansehen, da der Rezipient jedoch selbst deutsch denkt, versteht er das dargestellte nicht so, wie ein Fremdsprachler. Erst durch ausreichendes Studium fremder Sprachen und Umgewöhnung kann er den (fremden) Geschmack des eigenen Akzents erahnen. Deutsch klingt hart, abgehackt und streng.
Abstraktion ist Arbeit.
 

Die linke Sicht auf die Politik

Aus linker Sicht ist “Neutralität” an sich schon eine Sünde, denn “Neutralität” stellt Links und Rechts gleich. Neutralität stellt Kenntniss mit Unkenntniss, Information mit Ressentiment, Empathie mit Erbarmungslosigkeit, Freiheit mit Unterwerfung, Zivilisation mit Barbarei gleich. Wie bereits in den Anfänger- bzw. Fortgeschrittenenartikeln »Was ist der Unterschied zwischen Links und Rechts« und »Was ist der Unterschied zwischen Rechts und Links« beschrieben, können wir die rechte Seite des politischen Spektrums nicht als gleichberechtigte politische Richtung betrachten. Wie gezeigt wurde, ist rechts immer unreif.
Nach linker Überzeugung beruht Linkssein auf Information.
Auch im Abstrahieren sind die Linken am besten. Die Linken kennen den politischen Gegner.
 

Warum bildet die persönliche Überzeugung von allen oben genannten Aspekten die Ausnahme?

Zunächst ist die persönliche Überzeugung kein gesellschaftlicher Parameter. Obwohl die in einer Gesellschaft vorkommenden Überzeugungen durchaus gesellschaftlich bedingt sind und Überzeugungen durchaus parametrisiert werden können. Jedoch geht es in der Wissenschaft um Erkenntnisgewinn und dieser dient zunächst der persönlichen Überzeugung, die gleichzeitig ihr Instrument ist. Die persönliche Überzeugung, so zufällig (bzw. eigentlich nicht zufällig) sie ist, kann nicht gefiltert werden. Sie beruht auf Erkenntnis. Der Versuch der Filterung würde zur Ausblendung wichtiger Erkenntnisse führen. Der Versuch der Filterung würde zu einer Betrachtung führen, die auf einem niedrigeren Kenntnisstand gründet. Die persönliche Überzeugung ist per definitionem eben nicht objektiv, sondern subjektiv. Eine subjektive Meinung müßte erst einmal beschrieben werden, um sie zu filtern. Würde sie relevant beschrieben, wäre sie objektiviert und eine neue Subjektivität mit neuen Kenntnissen würde sich einstellen. Subjektivität bleibt unbeschreibbar da die persönliche Überzeugung eben keine objektive Bedingtheit ist, sondern etwas, woran wir auch mit Wissenschaft subjektiv arbeiten.
Wissenschaft wird trotz allem von Subjekten gemacht, weshalb sie niemals völlig objektiv sein wird. Die Abstraktion vom Subjekt weg garantiert keine Objektivität. Sie ist nur Voraussetzung dafür, daß überhaupt Wissen extrahiert werden kann.
Aus der Abstraktion weg von Teilkenntnissen, können nur unzureichende Modelle folgen.

 

Zustand einer Gesellschaft

Betroffen von der Filterung bestimmter Informationen sind nicht nur die Politikwissenschaften, sondern vor allem die Politik und auch die Wirtschaftswissenschaften. Wenn konservative Fernsehprofessoren über die Wirtschaft, die Finanzkrise, die Verschuldungskrisen, oder nur über die Arbeitslosigkeit oder das Wirtschaftswachstum sprechen, machen sie in der Regel Propaganda. Die Behauptung wissenschaftlicher „Neutralität“ ist daher in der Regel eine Schutzbehauptung.

 

Tatsachen

Tatsache ist, daß die bürgerlichen Politikwissenschaften selbst höchst befangen sind und selbst einfachste Erkenntnisse filtern. Dadurch kommt es zu völlig falschen aber ideologisch bedingten Vorstelllungen, die von der Politikwissenschaft unterstützt werden.

 

Falsche Ideologeme und Informationen

Was wird gefiltert? Viele Beispiele gefilterter oder verfälschter Information gibt es. Hier können jedoch nur wenige als Beispiel behandelt werden. Sechs Beispiele:
 

Schuld der Arbeitslosigkeit

Die unter Konkurrenz stehenden Unternehmer wollen keine Arbeitsplätze schaffen, weil zusätzliche Arbeitsplätze ihnen „Wettbewerbsnachteile“ verschaffen würden. Sie sind aber auch gegen die Abschaffung der Konkurrenz auf Kommunistische Weise, weil sie sich in Wirklichkeit bereichern wollen. Ergo lügen sie. – Und – die kapitalistischen Unternehmer sind schuld an fehlenden Arbeitsplätzen.

Sie verbreiten statt dessen, die Arbeitslosen wären schuld an der Arbeitslosigkeit. Das ist eine Zwecklüge, die ihnen niedrige Löhne und hohe Profite garantiert. Der Preis der Lüge ist das zunehmende Elend der arbeitenden Bevölkerung, das die Profiteure mehr als billigend in Kauf nehmen.
 

Investitionen vernichten Arbeitsplätze

Eine weitere Zwecklüge ist, Investitionen schüfen Arbeitsplätze. Diese Behauptung hört man seit Jahrzehnten. Aus ihr wird abgeleitet, daß der Staat die Wirtschaft fördern müsse, damit dann Arbeitsplätze geschaffen werden. Der kapitalistische Staat wirft also, statt das Elend zu bekämpfen, einen großen Teil des Geldes in den unersättlichen Rachen der privaten Unternehmer, wo das Geld verschwindet.
Jedes Kind kann wissen, daß Investitionen im Kapitalismus praktisch niemals Arbeitsplätze schaffen, sondern immer Arbeitsplätze vernichten. Wenn also bürgerliche Politiker um Investoren bzw. Investitionen buhlen, dann befeuert das höchstens die unsinnige Konkurrenz zwischen Regionen, schafft aber keine Arbeitsplätze, dann wer auch immer irgend etwas produzieren darf, bekommt Marktanteile oder vernichtet höchstens mit neuen Produkten alte Märkt, denn insgesamt kann nicht mehr produziert werden, als konsumiert wird. Die Kaufkraft ist begrentzt.
Es ist eine Schande, daß bürgerliche Politikwissenschaft diese Zwecklügen seit Jahrzehnten hinnimmt.
 

Unternehmer wollen Arbeitslosigkeit

Konservative bzw. Unternehmerparteien stellen ihre Politik mitunter so dar, als wenn sie der Abschaffung der Arbeitslosigkeit dienen würde. Sie tun das selbst – oder gerade wenn, diese Politik ganz offensichtlich beschäftigtenfeindlich ist, also z.B. Lohnsenkungen, Flexibilisierungen oder Realeinkommenssenkungen umfassen. Sie behaupten dann, daß von dem gesparten Geld mehr Leute beschäftigt werden könnten. Tatsächlich werden die zunehmend prekär Beschäftigten jedoch vor allem im nichtproduzierenden Bereich beschäftigt, da produzierende Gewerbe aufgrund ihrer hohen Arbeitsproduktivität immer weniger Arbeitskräfte benötigen.
Eine als unangenehm empfundene Arbeitslosigkeit hat jedoch den Zweck, den Druck auf die Arbeitenden zu erhöhen, vor allem jedoch den Effekt, den Preis der Arbeitskraft zu verringern. Aus diesem Grunde sprechen Kapitalisten hinter vorgehaltener Hand von einer „gesunden Sockelarbeitslosigkeit“. Elend lohnt sich, wenn man es ausbeutet.
Auch Politikwissenschaftler hinterfragen dieses Dogma nicht. Zusammen mit Ökonomen untersuchen sie wann die Wirtschaft mal wieder so viel Profit abwirft, daß auch für die Lohnabhängigen etwas übrig bleibt. Man hat da gewisse Prozentsätze im Kopf, denn klar ist auch ihnen: Gewinn geht vor Arbeitsplätze.
 

Akkumulation bedingt, daß die einen von den anderen leben

Akkumulation wird wie erwähnt als Tabu behandelt, dabei eskaliert sie die Sozialstruktur der Gesellschaft.
Kapitalismus heißt Akkumulation! Das wurde in »Was ist Akkumulation – Warum der Kapitalismus tödlich ist?« gezeigt. Beim Handel, aber auch beim Besitz von Produktionsmitteln gibt es Akkumulation. Wer bereits akkumuliert hat, hat Vorteile und kann gegenüber allen, die weniger akkumuliert haben, die Bedingungen stärker diktieren und so weiter akkumulieren. Diese Akkumulation gehört deswegen abgeschafft. Sie führt zu Elend Hunger, Krankheit und zum Verschwinden ganzer Kulturen. Die Akkumulation beruht auf dem kapitalistischen Eigentumsrecht.
Es leben die mit dem Eigentum von denen ohne Eigentum.
Kapitalismus bedeutet daher, daß die einen von den anderen leben, daß es also einigen schlecht gehen muß, damit es anderen gut geht – konkret – daß es vielen schlecht gehen muß, damit es einigen wenigen gut geht.
Ein Verschweigen der Akkumulation des gesellschaftlichen Reichtums führt dazu, daß man die aus ihr resultierenden Problem mit untauglichen Mitteln zu lösen sucht.
 

Überhebliche Exportbigotterie

Das Establishement jammert z. B. daß nicht genug exportiert würde. Wenn man mehr exportieren würde, könnte man Arbeitsplätze schaffen.
Würde man tatsächlich oberhalb von 7 % Wirtschaftswachstum anfangen in Schland Arbeitsplätze zu schaffen, was Quatsch ist,da Arbeitsplätze nicht aus Spaß geschaffen werden, dann heißt das, daß es zu einer enormen Exportrate bei extrem positiver Außenhandelsbilanz kommen muß, um Arbeitsplätze zu schaffen.
Tatsächlich ist die Außenhandelsbilanz dank doktrinärer Politik immer positiv, was ein Verbrechen ist, da sich dadurch andere Länder verschulden. Dazu kommt die Tatsache, daß man damit zugibt, daß ohne zwischenstaatliche Akkumulation keine Arbeitsplätze mehr geschaffen werden können.
Was sollen eigentlich die afrikanischen Länder zu so einer blöden Doktrin sagen?
Die Politikwissenschaft könnte mal konstatieren, daß NPD-Forderungen der 80er, wie „Arbeitsplätze nur für Deutsche“ von den etablierten Kriegs- und Hartz-IV-Parteien gemeinschaftlich in Innen- und Außenpolitik umgesetzt wurden.
 

Sind Arbeitslose faul?

Da Investitionen also Arbeitsplätze vernichten und Unternehmer auch niemals genug vernünftig bezahlte Arbeitsplätze schaffen werden, wird ein Teil der Arbeitskräfte immer ungenutzt sein und um ihn nicht zu bezahlen, muß man ihn ausgrenzen. Um ihn diskriminieren zu können, muß man ihn verächtlich machen. Die Mähr von der Faulheit paßt sehr gut ins Konzept, da so von der eigenen Schuld an der Arbeitslosigkeit abgelenkt werden kann. Niemand zwingt die Unternehmer Arbeitsplätze zu schaffen und deshalb gibt es nicht genug. Wenn Arbeitskräfte gezwungen werden, sich auf Billigjobs zu bewerben, Unternehmer jedoch nicht gezwungen werden, Arbeitsplätze zu schaffen, gibt es eine Waffenungleichheit und eine klare politische Zweckorientierung. Die Politik verzerrt den Arbeitskampf. Bürgerliche Politikwissenschaft ignoriert das.

 

Konsequenzen

Wenn PoWis diese Behauptungen glauben – also unwidersprochen akzeptieren oder gar verinnerlichen, können sie nicht mehr objektiv sein. Falsche Tatsachen gibt es nicht. Wer in seine Theorie falsches einbaut, wird scheitern oder er muß ganze Gebiete möglicher Fragestellungen ausklammern. Weil marxistische Wirtschafts- oder Politikwissenschaftler kaum noch Arbeit finden, sind die Wirtschafts- und Politikwissenschaften korrumpiert. Es kann von daher keine Wahrheit mehr kommen.

 

Zwangsmittel

Natürlich müssen PoWis auch eine Anstellung finden und eine zu kapitalismuskritische Sicht kann dabei schaden. Mittlerweile gibt es in der Ökonomie (VWL) keine Linken mehr – nicht einmal Keynesianer! Sie werden einfach nicht eingestellt. Man muß dann aber das Niveau bürgerlicher Politikwissenschaft anzweifeln.

 

Politik statt Politologie!

Die derzeitige Politologie ist keine wirkliche Politikwissenschaft. Sie ist im Vergleich zu anderen Wissenschaften viel weniger tief als die Biologie des vorletzten Jahrhunderts im Vergleich zu anderen Naturwissenschaften, die bis heute nicht erklären kann, was Leben ist, aber wenigstens bis heute schon einige Paradigenwechsel gebracht hat. Konkurrenz in Bezug auf die Wahl schlechter Kategorien machen ihr die Psychologie und die Wirtschaftswissenschaften.
Die Schule des Linksseins versucht Politik verständlich zu machen. Dazu wird sie in Lektionen (als Artikel formatiert) gefaßt und so erstmalig in Lehrbuchform gebracht. So kann man Politik verstehen.

[Evariste]
 

1 .. von der Überzeugnung weg, hin zu einer imaginierten Objektivität

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Was ist Sozialchauvinismus?

09.03.12 (#### Schule des Linksseins ####, F### Fortgeschrittene ###, F_ Was ist ..., ThK ### Thematische Kategorien ###, ThK Ressentiments, | Allgemein)

Wörter: 708; Linkslevel: Fortgeschrittene
In »Was ist für Linke asozial?« wurde der Begriff des Sozialen bzw. Asozialen begründet, der von der gesellschaftlichen Ebene her wirkend, auf der Ebene des Persönlichen für Mitgefühl und Solidarität bzw. Feindschaft, Egoismus und auch Kriminalität konstituierend ist. (»Warum gibt es Kriminalität?«)
In »Was ist ein Ressentiment? – Wie funktioniert ein Ressentiment?« wurde bereits erläutert, daß der Sozialchauvinismus das wichtigste Werkzeug der Unterdrückung ist.

Aber –

 

Was ist der Sozialchauvinismus?

Der Sozialchauvinismus ist das Ressentiment der sozial Bessergestellten gegenüber den sozial Benachteiligten.
Unabhängig davon kann es aber – wie jedes Ressentiment, die von ihm Betroffenen selbst infizieren, wenn sie sich dumm machen lassen.

 

Der Sozialchauvinismus ist das zentrale Ressentiment des Kapitalismus.

Der Kapitalismus entstand, weil der Gedanke, daß Menschen zu besserem geboren sind und deshalb Waffen tragen und ganze Ländereien besitzen dürfen, abgelöst wurde von der Idee des Geldadels und der Idee der Kapitalverwertung, wodurch ein Bürger ein Händler ist, der mit Dingen zum Zwecke des Profits handeln darf und der Folge, daß jeder wenigstens mit seiner eigenen Arbeitskraft oder mit der anderer handelt. Im Feudalismus wurde der über die Waffengewalt verfügende Adel nicht besteuert. Im Kapitalismus wird die Bourgeoisie wenig und die Großbourgeoisie gar nicht besteuert. Die Tendenz zur Akkumulation des Reichtums ist im Kapitalismus ungleich größer, das sie im Feudalismus noch stark an Grundzugewinn gekoppelt war. Der Trick, sich aufgrund des Besitzes von Produktionsmitteln den Mehrwert der Produktions anzueignen wird schwerer durchschaut, als die Idee, daß einige Menschen höher geboren sein würden. Die neue herrschende Klasse ist am Anfang zumindest sehr viel breiter angelegt, als der Adel.
Doch auch hier gibt es Zweifel, versucht man daher Reiche als erfolgreich oder fleißig darzustellen. Da auch das angesichts realen Elends zu wenig ist, braucht es ein scharfes ideologisches Hilfsmittel – den Sozialchauvinismus.
Um das unterdrückerische Eigentum an Produktionsmitteln und die Tatsache, daß die meisten gezwungener Maßen nur mit ihrer eigenen, einige jedoch immer mit der Arbeitskraft anderer, aber nie mit ihrer eigenen handeln, zu verschleiern ist die Verachtung derer erfunden worden, die Ihre Arbeitskraft verkaufen müssen.
Diese Verachtung bewirkt, wenn sie auf die Betroffenen selbst übergeht, Scham. Scham bedeutet Selbstunterdrückung. Daher ist das sozialchauvinistische Ressentiment von zentraler Bedeutung für die Aufrechterhaltung des Kapitalismus.

 

Verderbnis der Menschen

Ganz nebenbei ist dieses für die Aufrechterhaltung von Ausbeutung und Unterdrückung notwendige Ressentiment ein Training für weitere Ressentiments. Es bereitet den Boden für alle anderen Sorten gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, für die der Kapitalismus sehr sehr anfällig ist.
Aus diesem Grunde gibt es
Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus, jede Form von Ausländerfeindlichkeit, Homophobie, Antiziganismus, Antiislamismus, Antikommunismus, …
und viele weitere Ressentiments.

Besonders hervorzuheben ist der für den Kapitalismus ebenfalls sehr wichtige Antikommunismus, der mit dem Sozialchauvinismus praktisch Hand in Hand geht und sich gegen jede Form von Befreiungsbewegung richtet.

 

Verschleierung

Der Sozialchauvinismus begegnet uns jedoch auch in verschleierter Form. So ist z. B. das Statusdenken verschleierter Sozialchauvinismus.
Das Statusdenken führt zur Verehrung der Reichen als “Leuten, die es zu etwas gebracht haben” und zum Streben nach Reichtum und Macht.
Das Statusdenken bewirkt auf der einen Seite Dünkel und auf der anderen Seite Verächtlichkeit. Es ist ein verführerisches Gift.
Eitelkeit, Bigotterie und Überheblichkeit sind genauso seine Folgen, wie Scham und Selbstverachtung.
In jeder dieser Formen richtet das sozialchauvinistische Ressentiment großen Schaden an. Als Überheblichkeit führt es zur Benachteiligung und Schädigung breiter Massen. Als Scham führt es zur Selbstverletzung und Weitergabe der Verachtung an andere Gruppen. Weitere Ressentiments – Ressentiments der Unterdrückten und Empfänglichkeit für ihre ideologischen Rechtfertigungen (z. B.) Nationalismus sind ihre Folgen.
 

Anzeichen
Eitelkeit oder das Streben nach Reichtum, nach höherem (nach oben) und das besser sein wollen als andere sind Zeichen von verschleiertem Sozialchauvinismus.
Die Eitelkeit ist der Feind des Mitgefühls, das Streben nach oben – der Feind der Solidarität. Wer eitel ist, unterdrückt leichtfertig, wer nach oben strebt, verrät die ihm gleichgestellten leicht an die gemeinsamen Unterdrücker.
Das Nutzen und Streben nach Statussymbolen ist ein sicheres Anzeichen für das Streben nach höherem.
 

Befreiung

Eine Befreiung vom Kapitalismus kann notwendiger Weise nicht ohne Bekämpfung des sozialchauvinistischen Ressentiments stattfinden.
Ordnung: Eine Befreiung vom Kapitalismus kann auch nicht ohne Befreiung vom Antikommunismus stattfinden. Eine Befreiung vom Antikommunismus jedoch kann nicht ohne Befreiung vom sozialchauvinistischen Ressentiment stattfinden.
Der Kampf gegen Sozialchauvinismus ist von zentraler Bedeutung für alle Linken.

 

Kampf

Kampf gegen Sozialchauvinismus ist Bewußtmachung.
 
[Evariste]

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Was ist schlimm an Beate Klarsfeld?

29.02.12 (#### Schule des Linksseins ####, Li### Linke ###, Li_Was ist schlimm an ..., TaP ### Tagespolitik ###, TaP Skandal, ThK ### Thematische Kategorien ###, ThK Antifa ## Antifaschismus ##, VS # fopp #, VS f_Anleitung zum Bombenbau)

Wörter: 875; Linkslevel: Linke
Daß Beate Klarsfeld sich als Nazijägerin und bürgerliche Antifaschistin Verdienste erworben hat, ist unstrittig. Lange wurde Beate Klarsfeld auch wegen der mutigen Ohrfeige für Kanzler Kiesinger bis weit in die radikale Linke als Antifaschistin geehrt. So wurde sie beispielsweise von der Zeitschrift Konkret wiederholt zu Themen des aktuellen Faschismus interviewt.
Die aktuelle Kandidatur zur Bundespräsidenten erfordert jedoch angesichts der Skandale und der Angreifbarkeit fast aller bisherigen Kandidaten ein genaueres hinsehen. Verschiedene Veröffentlichungen (unter anderem in der jungen Welt und dradio) legen nun nahe, das Bild der Antifaschistin Klarsfeld deutlich zu revidieren.

 

Wie kommt es überhaupt zur Kandidatur?

Beate Klarsfeld ist in der Linken eigentlich eine unbekannte Persönlichkeit. Ihre Bekanntheit als „Antifaschistin“ wirkt in der Linken als positiver Katalysator. Details ihres bürgerlichen Lebenss geraten erst jetzt nach der Aufstellung als Kandidatin an die Öffentlichkeit. Für die Linke ist die Kandidatenaufstellung ohne ordentliche Diskussion und ohne ordentliche Recherche eine Schande.

 

Politische Unterstützung des Massenmörders und Rassisten Sarkozy

Der Konservative Sarkozy ist auch, wenn man von der meist verfälschten Berichterstattung über die Kriege gegen Irak und Libyen zunächst absieht, für soziale Streichungen großen Ausmaßes und die Verelendung großer Teile der französischen Bevölkerung verantwortlich. Schlimmer noch wiegt die Verantwortung für die Deportation der Roma aus Frankreich – ein Dammbruch seit der Nazi-Herrschaft über Europa. Sarkozy hat wiederholt mit Rassismen Wahlkampf betrieben und kann daher als Rassist bezeichnet werden.
 

Kriegsteilnahme

Der Libyenkrieg, an dem Frankreich unter Nikolas Sarkozy beteiligt war, ist durch nichts zu rechtfertigen. Die Bombardierung stützte sich allein auf Lügen über die Beschießung von Demonstrationen der eigenen Bevölkerung. Zu diesem Zeitpunkt markierten NATO-Einheiten bereits seit zwei Wochen Ziele in Libyen. Der Angriffskrieg gegen Libyen, der unter Ziehung aller Register,, dem Einsatz von Terroristen und Massakern gegen die Zivilbevölkerung geführt wurde, wurde in Europäischen Medien frech als „Bürgerkrieg“ verkauft. Über 70 000 Menschen fielen vor allem dem Bombardement der NATO und das heißt vor allem talienischen und französischen Bombern, aber auch den Massakern der vor allem islamistischen Terroristen zum Opfer. Das Morden hat bis heute kein Ende. Die NATO installierte ein international nicht anerkanntes faschistisches Regime, das in sich zerstritten ist und einen blutigen Krieg gegen die eigene Bevölkerung führt, der eine langsame Dezimierung der Bevölkerung zur Folge hat. Die Republique Francais unter Nikolas Sarkozy hat hieran, wie an der Ermordung des libyschen Nationalhelden Muammar al Gaddafi allergrößten Anteil.
Die Teilnahme Frankreichs am ebenfalls herbeigelogenen Krieg gegen den Irak und seiner Besetzung, sowie der Einsetzung einer illegitimen Regierung hat Frankreich Anteil. Die heutige fortgesetzte Besatzung rechtfertigt dieses Unrecht durch ihre Tat.
Auch im von Chirac und Jospin ererbten Krieg gegen Afghanistan, der von Sarkozy immer wieder bestätigt und aufgestockt wurde, wird der völkerrechtswidrige Krieg der USA durch Teilnahme gerechtfertigt.
 
Beate Klarsfeld ist mit Nikolas Sarkozy bekannt und unterstützt ihn politisch.
Laut Neuer Rheinischer Zeitung lehnte sie jüngst auf einer Veranstaltung zu ihrer Bundespräsidentenkandidatur eine Distanzierung von Nikolas Sarkozy und seinen Kriegen ab.

 

Massive Kriegsbefürwortung

Gegen NATO-Kriege hat sich Klarsfeld offenbar nie ausgesprochen. Der Berliner Umschau zufolge rechtfertigte sie sogar „Bomben auf Belgrad“.

 

Verquickung mit französischem Establishement

Die konservative Beate Klarsfeld ist ins wohlhabende politische Establishement Frankreichs integriert. Sie wohnt in einer sehr teuren Gegend, in der nur Reiche wohnen. Ihre Familie wird laut verschiedenen Quellen zum persönlichen Umfeld Sarkozys gerechnet.

 

Fehlendes soziales Engagement

Klaus Ernst bescheinigte der Kandidatin „soziales Engagement“. Dieses hat sie jedoch tatsächlich nie an den Tag gelegt.

 

Israelischer Nationalismus

Beate Klarsfeld rechtfertigt den jüdischen Siedlungsbau in Israel und wendet sich gegen Kritik an reaktionärer israelischer Politik.

 

Antilinke Aktivitäten

Ohne Beweis spricht Klarsfeld des öfteren von Antisemitismus in der Linken.
Laut dradio (Deutschlandfunk) weigerte sich Beate Klarsfeld an einer Podiumsdiskussion mit Stephane Hessel teilzunehmen, weil dieser wiederholt die Verhältnisse im Gazastreifen anprangerte.

 

Resultat

Trotz eines gewissen bürgerlichen Antifaschismus, der hauptsächlich aus einem Antinazismus besteht, ist Beate Klarsfeld insgesamt keine fortschrittliche Kandidatin. Sie bezieht ihre Kandidatur sehr stark auf sich selbst. Ihre jüngst geäußerte Interpretation der Bundespräsidentenwahl, daß eine Frau, die im Westen gegen den Faschismus gekämpft hätte, mit jemandem, der im Osten für Bürgerrechte gekämpft hätte, ist eine nachträgliche Verhöhnung der Alternativkandidatensuche der Linken. In der Wichtigen Frage des Friedens und in der, der sozialen Gerechtigkeit ist die alles andere, als eine sichere Kandidatin. An die fundamentale Frage des Engagements für diskriminierte Minderheiten dürfen ihre Verfechter angesichts ihres Pro-Israel-und-Anti-Gaza-Engagements gar nicht denken. Sie ist daher leider eben gerade keine Alternative zu Joachim Gauck. Daß Beate Klarsfeld trotz extremer politischer Bauchschmerzen im Vorschlagslager vielleicht eine ordentliche Summe Stimmen bei den Gegnern abzapft, ist inhaltlich extrem teuer erkauft und läßt die Linke auf das Niveau der SPD absinken, die genau das zwei mal mit Herrn Gauck gemacht hat.

 

Alternativen zur „Alternativkandidatin Klarsfeld

Alle Kandidaten der Linken sind chancenlos. Da es bei der Aufstellung der Kandidaten offenbar darauf ankommt, eine für Linke wählbare Alternative zu Herrn Gauck aufzustellen, ist Beate Klarsfeld keine gute Wahl. Sie ist der Gauck der Linkspartei. Wir schlagen andere Kandidaten vor.
 

Alternativen zu Beate Klarsfeld

Bereits aufgestellte Kandidaten:
Prof. Uta-Ranke-Heinemann 	– bereits bekannte Kandidatin, die für Frieden steht und Katholikin ist,
Luc Jochimsen 			– bekannt, chancenlos, aber wählbar
Prof. Christoph Butterwegge 	–   ----------    “    -----------
Neue Kandidaten:
Daniela Dahn 			– bekannte linke Schriftstellerin aus dem Osten,
Prof. Heinrich Fink 		– gegauckter bekannter Antifaschist,
Prof. Georg Fülberth 		– bekannt, chancenlos, aber wählbar

[Evariste]
 

Siehe auch:

Was ist schlimm daran, daß Joachim Gauck Bundespräsident wird?,
Was ist schlimm an Joachim Gauck?

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Was ist schlimm daran, daß Joachim Gauck Bundespräsident wird?

22.02.12 (F### Fortgeschrittene ###, F_Was ist schlimm an .., TaP ### Tagespolitik ###, TaP Kontrovers, TaP kurze Bemerkungen)

Wörter: 594; Linkslevel: Fortgeschrittene
Zunächst sollte der Artikel »Was ist schlimm an Joachim Gauck?« gelesen werden.
Natürlich – bisher waren fast alle Bundespräsidenten schlimm – trotzdem kritisieren wir den neuesten Kandidaten.
Joachim Gauck ist ein Rechtspolitiker. Das heißt er steht weit rechts.

 

Was bedeutet das?

J. G. ist unsolidarisch, asozial, antikommunistisch und kriegerisch. Wir kürzen das ab, weil darüber bereits geschrieben wurde. Hier wird erläutert, was es bedeutet, daß dieser Mensch Bundespräsident wird.

 

Für den Osten

Bei der Annexion der DDR gab es zwei Sonderstrafbehörden, die die DDR bzw. die EX-DDR terrorisierten: Die Treuhand und die Gauckbehörde.
Beide Behörden führten Auftragsstrafaktionen gegen renitente Ossis durch. Die Treuhand durch Entlassung und die Gauckbehörde durch Gaucken.
J. G. war bekanntermaßen der Leiter der einen dieser beiden Institutionen.

 

Kollaboration

Was bedeutet das?

Das bedeutet, daß J. G. aus Sicht der DDR ein Hochverräter und Kollaborateur ist. J. G. hat der BRD bei der Eroberung der DDR gedient. Er hat bisher in Ermangelung geeigneter Belohnung als Berufsantikommunist gearbeitet, ist dann wie schon beschrieben (obiger Link) auf einen bedeutungslosen Versorgungsposten in der EU abgeschoben worden und nun mit dem Posten des Bundespräsidenten belohnt worden.
Für den Osten bedeutet das, daß der Kollaborateur Gauck nun Bundespräsident ist. Es ist für den Krieg und somit ein würdiger Vertreter der imperialistischen BRD.

 

Krieg

Mit dem neuen Bundespräsidenten werden die alten Kriege geführt, die Armen weiter verarmt, die Reichen werden reicher und ein antikommunistischer Theologe darf seinen Senf dazugeben, bis er völlig verkalkt ist.

 

Für den Westen

Die Belohnung Herrn Gaucks ist ein weiterer symbolischer Sieg über den kaum noch existenten Kommunismus. Allerdings hat man es offenbar nötig einen Berufsantikommunisten zum Bundespräsidenten zu machen.

 

Für die Parteien

SPD
Eine Schande ist es, daß die ausgerechnet SPD diesen extremen Rechtskandidaten (nun zum zweiten Mal) aufgestellt hat. Eine Rückkehr der SPD zu einem sozialeren Profil wird so unglaubwürdig. Daß die SPD keine Frau aufgestellt hat, bedeutet, daß sie inzwischen so weit rechts steht, daß sie auch die Emanzipation der Frau aufgegeben hat. Diese wird mittlerweile nur noch von Grünen, Piraten, Linken und natürlich Kommunisten vorangetrieben. Die Partei, die es nicht geschafft hat, der Rassisten Sarrazin auszuschließen, hat nun ein weiteres mal klar gemacht,daß sie vorhat die CDU von ihrer Position im politischen Spektrum zu verdrängen.
 

FDP
Die FDP hat mit ihrer klaren Parteiname für J. G. den Koalitionspartner erpreßt. Für die untergehende FDP war dies die letzte große Tat. Allerdings war diese Tat rechtsgerichtet und wie immer haben die Bürger dieses Landes nichts davon. In zehn Jahren wird man bei FDP FTP verstehen – das heißt File Transfer Protokoll.
 

Union (CDU/CSU)
Die Union hätte eigentlich selbst diesen Kandidaten, der ihr politisch nahesteht und ihr aufgedrängt wurde, aufstellen müssen.
 

Grüne,
Die Grünen, wollen eigentlich eine Frau und verärgern ihre Basis mit dem sarrazionophilen Kandidaten. Machtwille und Opportunismus sind stärker.
 

Partei die Linke
Diese Partei wird wahrscheinlich eine weibliche Gegenkandidatin aufstellen. Das vor allem, weil Herr Gauck für sie außerdem ein Brechmittel ist und weit rechts steht. J. G. Ist der personifizierte kalte Krieg.

 

Für die BRD

Eine Parteienfront aus CSU/CSU, SPD, Bündnis-Grünen und FDP präsentierte diesen Hartz-IV- und Kriegs- befürwortenden Kandidaten. Über die Occupy-Bewegung machte er sich lustig. Das klärt die Fronten! Auf diese Weise sind die Volksfeinde kenntlich geworden. Herr Gauck ist ein würdiger Vertreter der imperialistischen BRD.
Der postfaschistische Staat BRD, der wieder Krieg führt, und Ausländer im Mittelmeer ertrinken läßt (Frontex ging auf deutsche Initiative zurück), hat nun neben einer Kollaborateurin als Bundeskanzlerin auch einen Kollaborateur als Bundespräsidenten. Jetzt muß nur noch Günter Krause zum Verfassungsrichter ernannt werden.
 
[Evariste]

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